11 August 2012

Gefüllte Tomaten wie Müeti sie machte, aber vegetarisch


Nein, meine Mutter ist nie bewusst Vegetarierin , obwohl sie wohl in ihrer Kindheit kaum je Fleisch auf dem Teller hatte.
Aber auch noch in den 60ern war es überhaupt nicht üblich, täglich Fleisch zu essen. Das konnten sich nur "die Reichen" leisten und kaum eine Arbeiterfamilie, wie wir sie waren. Wenn Fleisch, dann oft "Ghackets" in vielerlei Formen. Wie auch in den Tomaten, die damals nur im Sommer auf den Tisch kamen. Denn dann hätten sie eigentlich Saison…
Wie auch die Bohnen, die ich als Salat dazu machte
Meine Mutter ist eine gute Köchin, ich habe ihr oft über die Schulter geguckt oder in späteren Jahren angerufen, wenn ich nicht mehr wusste, wie macht man nun schon wieder…
Und gefüllte Tomaten nach Müetis Art gehen so:


2 Personen

4 reife Tomaten, Deckel weggeschnitten und ausgehöhlt, Inneres (ohne Kerne) hacken
1 Zwiebel, feingehackt
Öl zum Braten
150-200 g Gehacktes, Soja (Delicorn, COOP, woher denn sonst ;-) )
2 Zehen Knoblauch, gehackt
viel glatte Petersilie, gehackt
1 EL Tomatenpüree
1 Schuss und noch etwas mehr Weisswein
Salz, Pfeffer
4 kleine Scheiben Greyerzer, oder anderer würziger Käse

Die Zwiebel im Öl anbraten, das Gehackte, Tomaten und den Knoblauch beifügen und kurz mitbraten. Nicht zu lange, sonst wird das Geschnetzelte bitter.
Röstaromen kann man sich beim Sojagehackten leider nicht holen.
Tomatenpüree und Petersilie unterrühren, mit Weisswein ablöschen und einkochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Tomaten in eine feuerfeste Form stellen, die Masse in die leicht gesalzenen Tomaten füllen, Käsescheiben  auf die Tomaten legen, Deckel drauf, ev. Restliche Füllung neben die Tomaten in die Form geben und Weisswein angiessen, bis die Tomaten ein schönes Fussbad haben.
Bei 150° im Ofen ca. 172 Stunde garen.
Und dazu gehört Reis.
So hat's Mutter auch immer gemacht.
Und geschmeckt hat's auch fast wie bei Müeti.

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